Montag, 18. August 2014

Southafrican Style

Hey Leute,
endlich kann ich mich mal wieder melden. Unser unfassbar herausragendes Internet in Berlin(Ironie), veranlasst uns jedes Mal wieder nach East London zu fahren um dort das Wlan Netzwerk der  Hemmingway Mall (Ein echt großes Einkaufscenter, wo wir oft einkaufen gehen) anzuzapfen.
Unfassbar das erst ca. 3 Wochen um sind. Ich fühle mich hier echt als wenn ich hier schon eine Ewigkeit lebe.  Die kleine Community Berlin’s trägt dazu auch bei.  Obwohl wir im Township wohnen ( eine sozial schwache Gegend, bestehend aus Wellblechhütten), fühle ich mich hier echt sicher. Rund um die Uhr spielen Kinder um unser Haus herum. Auch die Leute im Township sagen uns immer wieder, dass sie sich um uns kümmern und uns beschützen. Die eine Nacht gab es heftige Regenschauer, worauf wir um 6 Uhr aufgewacht sind und unser Wohnzimmer voller Wasser stand. Wir bauten schnell einen Wasserdamm vor unserer Haustür. Am nächsten Tag beim putzen und Wasser entfernen, halfen uns 5 Nachbarn. Seeeeehr nett!!
Wenn wir morgens zur Schule gehen,
Wenn wir einkaufen sind,
Wenn wir abends mal feiern gehen (Meistens das „Hotel“, eine urige Tanzbar mit „Grillstation“ nebenan. Getränkepreise sind mehr als nur human),
IMMER lernt man neue Leute kennen und wird von „alten“ Bekannten herzlich begrüßt.
Schulisch läuft es (wie Timo sagen würde) wie ein Länderspiel. Die Lehrer begegnen uns mit Respekt und  der nötigen Gelassenheit. Schon wenn Timo & Ich morgens zur Schule kommen, hat man damit zu rechnen nach ca. 10 Sekunden jeweils 2 Kinder an seinen Beinen zu haben.  Ein krasses Gefühl!!
Jedoch hat auch alles seine kleinen „Schattenseiten“. Bei so viel Freude ist es manchmal unmöglich in der Sportstunde geregelten Sportunterricht zu machen. Dann wird mal eben eine Runde „Who is scared oft he lion“ ( Wer hat Angst vom schwarzen Mann).
Nach der Schule und den Sportstunden, bin ich mit Timo dabei ein U13 und ein U15 Fußballteam zu trainieren. Darum bot uns Mrs. Machu, die ehemalige Trainerin der Fußball- Jungs.
Und dazu trainiere ich jeden Mittwoch ca. 10 Kinder im Tennis. Unser Arbeitstag endet dann gegen 15 Uhr.
Zuhause angekommen geht das Abenteuer weiter. Einen Tag wollten wir joggen gehen. Als wir 6 Freiwilligen gerade losgejoggt sind, schlossen sich auf einmal aus allen Ecken des Townships Kinder an. An einem Berg, auf den wir gejoggt sind, machten wir Pause und realisierten erst dann, dass wir eine Gruppe von ungelogen über  50 Leuten waren!!!
Man kann auch immer damit rechnen das südafrikanische Freunde von uns jederzeit  mal vorbei schauen. Esther kann man als „Beste Freundin“ Bezeichnen.  Sie ist ab dem 01.09. auch unsere neue Nachbarin in dem neuen Haus.
Alles in allem kann ich sagen, dass sich allmählich ein Alltag einpendelt. Wir grillen so ziemlich jeden Abend mit den Jungs (überragend lecker) . Obwohl wir mittlerweile jeden Morgen von Montag Freitag (Freitags haben wir übrigens frei J ) Kraftübungen machen, haben wir alle zugenommen … Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass die entsprechenden Erfolge noch folgen werden.

Sonst verpflegen wir uns alle selbst. Die Kochkünste werden auch immer besser. An dieser Stelle wird einem echt mal richtig klar was Mütter alles für Aufgaben haben. ( Danke Mum!)

So Leute das war es erstmal wieder von mir. Ich grüße Euch ganz lieb und hoffe der Blog gefällt euch.
Steffen 

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