Mittwoch, 5. November 2014

ROADTRIP



Hey Leute!
Der Roadtrip liegt hinter uns!!!
Unfassbar geile Erlebnisse gemacht!
Mega nette Leute kennen gelernt und dazu noch viel gesehen.
Um euch mal unsere Route zu schildern:
Wir sind von Berlin die N2 nach Durban gefahren. Mit etwas Verspätung kamen wir nach einer lustigen und langen Autofahrt um 0 Uhr in Durban an.  Die Suche nach einer Unterkunft wollten wir uns sparen, genau wie das Geld, weshalb wir uns dazu entschlossen haben in unserem Auto an einer netten Tankstelle zu schlafen. Komfortabel, in einem Hyundai i10 mit 4 Jungs zu schlafen, ist es nicht, aber durch den wenigen Schlaf konnten wir am nächsten Morgen umso früher wieder weiter fahren.
Dort haben wir das Moses Mabhida Stadium, der WM 2010 abgeklappert. Anschließend, am mindestens genauso schönen Strand, in eine Bar gesetzt und uns erstmal entspannt.
Nach Durban sind wir Richtung Drakensberge gefahren, wobei wir auch noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit mitgenommen haben (Wasserfall, Tempel, verschiedenste Städte).
So genau will euch ich euch den Roadtrip auch gar nicht beschreiben, weil es echt die kleinen Sachen waren die ihn so unvergesslich gemacht haben.
Eine Passage wäre beispielsweise unsere Wander/Kletter Tour auf das Amphietheater, den 2. höchstenWasserfall der Welt (über 3000 Meter). Komplett ohne Guide und ohne richtigen Plan.
Schon auf den ersten Metern trafen wir auf ein Rudel Paviane(ca. 30) die unseren Weg kreutzten. Wenn es nach Christoph und Timo ginge, die höllische Bedenken hatten, wären wir da schon längst umgedreht.Wer mal das Gebiss eines wilden Pavians gesehen hat, weiß was ich meine ;). Aber mit viel Überredungskunst und langsamen Schrittes kamen wir an ihnen vorbei ohne jegliche Auseinandersetzungen. Das Wetter war an diesem Tag echt nicht das Beste, da sich dichter Nebel und Wolken bildeten.
Als wir dann nach langem Aufstieg oben waren, hat man sofort jegliche Anstrengung vergessen, weil es einfach ein unfassbar krasser Ausblick war. Nach etlichen Fotos kam dann der Abstieg…
Meine Höhenangst war schlimmer denn je. Leitern ohne Sicherung 20 Meter,  90 Grad nach unten zu steigen, war zu viel für mich.  Dachte ich! Aber die Jungs haben mich so gepusht, dass ich dann doch meine Höhenangst überwunden habe und die Leiter hinter mir lies….
Nach diesen anstrengenden Tagen des Roadtrips, haben wir immer in Backpackers einen Schlafplatz gefunden. Backpackers sind billige Hostels extra für „Rucksack-Touristen“.
Ein weiteres Highlight unserer Roadtrips war das streicheln und spielen mit den kleinen Katzen.
Nicht irgendwelche Katzen…  LÖWEN!!! Ein unvergessliches Erlebnis !
Dann kam auch schon die letzte Nacht unseres Roadtrips, da wir am nächsten Tag komplett durchfahren mussten. Für unsere letzte Nacht haben wir uns mit unseren Handys die Adresse eines netten Backpackers herausgesucht. Ein Glück dass Google Maps manchmal so seine Aussetzer hat.
Denn die Adresse führte uns zufällig zu einem Haus. Dies war kein Backpackers, weshalb wir ausgestiegen sind um nach dem Weg zu fragen. Als Antwort kam nur: „No here is no Backpackers. But we have some drinks. Would you like to join us?”  Worauf wir Bekanntschaft mit 8 Studenten machten. Wir kamen gut ins Gespräch. Sie luden uns ein mit ihnen die Nacht in einem Club in der Nähe zu verbringen. Die geniale Nacht endete damit, dass wir in einem Haus der Studenten schlafen konnten. Das ist noch ein weiterer Beweis wie offen und gastfreundlich die Südafrikaner einfach sind!
Der nächste Tag war dann komplett mit der Heimreise gefüllt. Aber ein unvergesslicher Roadtrip  liegt jetzt hinter uns!
Ach ja! Und neulich an Halloween haben wir mit den Kindern mal eine Runde Kürbisse ausgehüllt. Die Kürbisse und Verpflegung haben wir von meinen Spenden gekauft(Vielen Dank nochmal an alle Spender!). War echt ein Spaß !

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Bilder


Spinathon '14


Am radeln

U15 Spiel gegen Nkosinathi

Umzug & Co


Sooooooooo,
der Umzug liegt nun hinter mir. Wir waren echt ziemlich traurig, dass wir umziehen mussten.
Im Township zu leben ,mit all den Kindern die andauernd vor unserem Haus spielten, brachte echt jeder neuer Tag, neue Erfahrungen.

Mittlerweile leben wir jetzt schon gut 7 Wochen hier. Es fühlt sich hier zum ersten Mal richtig wie ein zuhause an für mich. Ich lebe nicht mehr aus dem Koffer und besitze mittlerweile sogar eine Bettdecke J! Das Zimmer ist eingerichtet, welches ich mir mit Christoph von der Nkosinathi teile.
Und durch unsere Großräumige Garage, welche jedoch komplett leer stand, haben wir  uns das Projekt vorgenommen, die Garage umzubauen in einen neuen (sagen wir mal) Wohnbereich.
Wir vier Jungs haben ohne jegliche Kosten uns Euro Palette und andere Materialien besorgt und uns schon ansehnliche Möbel gebastelt. Es klingt hier vielleicht ein wenig komisch, aber es ist echt ein überragendes Gefühl!

Jedoch gab es auch anfängliche Probleme. Wir hatten beispielweise die erste Woche nur kaltes Wasser (was nicht so schlimm war). Bis wir dann 2 Tage lang GARKEIN Wasser hatten. Jetzt sind aber alle Probleme beseitigt und ich fühle mich hier echt wie zuhause! Wir haben uns sogar 2 Küken zugelegt, in der Aussicht in ein paar Monaten das ein oder andere Frühstücksei genießen zu können.
In der Schule läuft es wie gehabt super! Die Kinder sind echt dankbar und so herzlich zu Timo und mir. Man freut sich echt nach dem Wochenende wieder auf Schule (welches Gefühl mir bisher völlig fremd war). Wir haben auch schon ein zweites Spiel mit unserer U15 Mannschaft gegen die Nkosinathi organisiert, welches wir jedoch mit 1:2 verloren.

Ein ganzes Wochenende waren wir in Port Alfred, um zwei Freiwillige zu besuchen.  Port Alfred ist eine sehr schöne Stadt zwischen East London und Port Elisabeth. Der Strand ist atemberaubend schön und es gibt viele schöne Restaurants und Caffees. Geprägt ist die Stadt von Studenten, deswegen nahmen wir das Boat Race Festival (eher aufs Feiern ausgelegtes Bootrennen) gleich mit.

Es ist echt unmöglich jedes Ereignis hier zu beschreiben, weil echt jeden Tag etwas Neues hinzukommt.

 

Außerdem haben Katha und ich ein Basketball Projekt mit Kindern aus 3 verschiedenen Schulen angefangen. Dies spielen wir momentan noch auf einem Netball Platz aber der Basketball Platz könnte ja zu einem Projekt werden …
Cricket ist in diesem neuen Term auch zu einem meiner Projekte zusammen mit Timo geworden.  Montags haben wir zusätzlich eine Stunde lang einen Deutschkurs. Wir fanden die Idee ganz witzig für ein paar Kinder die sehr interessiert waren. Mittlerweile wollen immer mehr Kinder, dass ich Bedenken habe, dass alle in einen Klassenraum passen.
Am Wochenende vom 03.10.-05.10. haben wir unserem Ansprechpartner in Südafrika, Brett Armstrong, bei der Umsetzung des Spinathon geholfen. Dieses Event zielt darauf 48 Stunden durchgängig viele Fahrräder mit Personen zu besetzen die stündlich dafür zahlen. Das Geld wird anschließend an einen guten Zweck gespendet. Also eine runde Sache!
Unser Job war es während des Spinathons die Fahrer mit Getränken zu versorgen und selbst zu fahren. In unserer WG haben wir uns vorgenommen alle zusammen 48h zu fahren. Das haben wir auch ziemlich genau geschafft, weil alle ihre 8 Stunden abgefahren sind :D !

 Das wars erstmal von mir. Schöne Tage wünsche ich !

Montag, 18. August 2014

Bilder

Mein U15 Fußballteam
Sportsday in Nkosinathi



Alte/Neue Freiwillige


Southafrican Style

Hey Leute,
endlich kann ich mich mal wieder melden. Unser unfassbar herausragendes Internet in Berlin(Ironie), veranlasst uns jedes Mal wieder nach East London zu fahren um dort das Wlan Netzwerk der  Hemmingway Mall (Ein echt großes Einkaufscenter, wo wir oft einkaufen gehen) anzuzapfen.
Unfassbar das erst ca. 3 Wochen um sind. Ich fühle mich hier echt als wenn ich hier schon eine Ewigkeit lebe.  Die kleine Community Berlin’s trägt dazu auch bei.  Obwohl wir im Township wohnen ( eine sozial schwache Gegend, bestehend aus Wellblechhütten), fühle ich mich hier echt sicher. Rund um die Uhr spielen Kinder um unser Haus herum. Auch die Leute im Township sagen uns immer wieder, dass sie sich um uns kümmern und uns beschützen. Die eine Nacht gab es heftige Regenschauer, worauf wir um 6 Uhr aufgewacht sind und unser Wohnzimmer voller Wasser stand. Wir bauten schnell einen Wasserdamm vor unserer Haustür. Am nächsten Tag beim putzen und Wasser entfernen, halfen uns 5 Nachbarn. Seeeeehr nett!!
Wenn wir morgens zur Schule gehen,
Wenn wir einkaufen sind,
Wenn wir abends mal feiern gehen (Meistens das „Hotel“, eine urige Tanzbar mit „Grillstation“ nebenan. Getränkepreise sind mehr als nur human),
IMMER lernt man neue Leute kennen und wird von „alten“ Bekannten herzlich begrüßt.
Schulisch läuft es (wie Timo sagen würde) wie ein Länderspiel. Die Lehrer begegnen uns mit Respekt und  der nötigen Gelassenheit. Schon wenn Timo & Ich morgens zur Schule kommen, hat man damit zu rechnen nach ca. 10 Sekunden jeweils 2 Kinder an seinen Beinen zu haben.  Ein krasses Gefühl!!
Jedoch hat auch alles seine kleinen „Schattenseiten“. Bei so viel Freude ist es manchmal unmöglich in der Sportstunde geregelten Sportunterricht zu machen. Dann wird mal eben eine Runde „Who is scared oft he lion“ ( Wer hat Angst vom schwarzen Mann).
Nach der Schule und den Sportstunden, bin ich mit Timo dabei ein U13 und ein U15 Fußballteam zu trainieren. Darum bot uns Mrs. Machu, die ehemalige Trainerin der Fußball- Jungs.
Und dazu trainiere ich jeden Mittwoch ca. 10 Kinder im Tennis. Unser Arbeitstag endet dann gegen 15 Uhr.
Zuhause angekommen geht das Abenteuer weiter. Einen Tag wollten wir joggen gehen. Als wir 6 Freiwilligen gerade losgejoggt sind, schlossen sich auf einmal aus allen Ecken des Townships Kinder an. An einem Berg, auf den wir gejoggt sind, machten wir Pause und realisierten erst dann, dass wir eine Gruppe von ungelogen über  50 Leuten waren!!!
Man kann auch immer damit rechnen das südafrikanische Freunde von uns jederzeit  mal vorbei schauen. Esther kann man als „Beste Freundin“ Bezeichnen.  Sie ist ab dem 01.09. auch unsere neue Nachbarin in dem neuen Haus.
Alles in allem kann ich sagen, dass sich allmählich ein Alltag einpendelt. Wir grillen so ziemlich jeden Abend mit den Jungs (überragend lecker) . Obwohl wir mittlerweile jeden Morgen von Montag Freitag (Freitags haben wir übrigens frei J ) Kraftübungen machen, haben wir alle zugenommen … Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass die entsprechenden Erfolge noch folgen werden.

Sonst verpflegen wir uns alle selbst. Die Kochkünste werden auch immer besser. An dieser Stelle wird einem echt mal richtig klar was Mütter alles für Aufgaben haben. ( Danke Mum!)

So Leute das war es erstmal wieder von mir. Ich grüße Euch ganz lieb und hoffe der Blog gefällt euch.
Steffen 

Dienstag, 5. August 2014

Die ersten Tage

Hey Leute,
ich melde mich hier gerade aus der Mall in East London, um mal wieder meinen Blog zu schmücken.
Leider haben wir in Berlin nicht die Beste Internetverbindung :D...

Unfassbare 5 Tage liegen hinter mir.
Dadurch, dass wir mit den alten freiwilligen in Berlin einen kleinen overlap hatten, haben sie die Gelegenheit genutzt und uns noch einiges an Sachen gezeigt.

Seit heute sind sie nun weg und wir müssen auf "eigenen Füßen" stehen. Wir wohnen noch bis zum 1.9. in einem etwas kleineren, aber feinen Haus. Ab dann ziehen wir in ein größeres um.

Timo und ich haben auch schon die Chance gehabt unsere Schule zu sehen, bevor wir morgen richig mit dem Unterricht loslegen. Die Lehrer haben uns herzlichst empfangen und die Kinder hatten genauso ihren Spaß. Weil unsere Schule eine Privatschule ist, haben wir vergleichsweise sehr gute Möglichkeiten Sport zu treiben. Ein Schwimmbecken, 2 Fußballfelder, 2 Hockeyfelder und 2 Tennisplätzen.
Jedoch ist die Situation dort jetzt eine Andere. Es werden Sportlehrer gesucht, um einen geregelten Sportunterricht aufzubauen.
Timo und ich hatten dazu auch die Chance ein Fußballtraining der U13 Mannschaft zu leiten (Krass waren die Jungs schnell ). Diese stehen momentan im Viertelfinale der Eastern Cape Meisterschaft.

Soviel erstmal von mir. Fotos folgen in den nächsten Wochen noch, wenn ich gutes Internet habe.


Euer Steffen :)

Sonntag, 27. Juli 2014

Die letzten Tage

Nun sind es nur noch wenige Tage bis zum Abflug.
Emotionale Abschiede & eine geniale Abschlussfeier hinter mich gebracht!
Sogar das Visum ist mittlerweile an Bord!!!


Dem neuen Abenteuer steht somit nichts mehr im Weg und die Vorfreude steigt.
Ich werde in diesem Jahr in Berlin, wo sich auch meine Schule befindet ( Berlin Primary School), wohnen und arbeiten. Berlin liegt ungefähr 1 Stunde von der nächst größeren Stadt East London entfernt.
Wohnen werde ich in einer WG mit 5 anderen Freiwilligen, denen ich in diesem Jahr meine ausgezeichneten Kochkünste präsentieren werde ( Ironie). Um unsere Einsatzstellen zu erreichen, wird uns ein Kleinbus vom ASC zur Verfügung gestellt (Danke!).

!!Zu meiner Einsatzstelle!!
Vorerst waren Timo & Ich in einem Futsal Projekt, welches in Zusammenarbeit mit SAFA stattfinden sollte.
Bei der Planung gab es jedoch einige Verzögerungen, weswegen dieses Projekt auf nächstes Jahr verschoben wurde.
Nun werden Timo & Ich in einer Grundschule in Berlin Sportunterricht geben, der in Sudafrika nicht selbstverständlich ist. Und damit sind wir sehr zufrieden. Die Schule verfügt über vergleichsweise hohe Standarts an Möglichkeiten. Uns steht ein kleines Schwimmbecken für Schwimmunterricht und ein Sportfeld für andere diverse Sportarten zur Verfügung.

Soviel dazu erstmal!


Ich werde euch natürlich von Südafrika weiter auf dem laufenden halten.
Ich möchte mich dazu nochmal herzlichst bei meinen Spendern und Unterstützern bedanken.
Die HNA, Sparkasse Northeim, Bueroboss Logistik, meiner Familie und meinen Freunden und Bekannten!!!