Donnerstag, 6. August 2015

Farewell Sportdays

Anlässlich der letzten Monate an unseren Schulen, wollten wir den Kindern sowie auch Lehrern ein Dankschön für dieses tolle Jahr mitgeben. Dies wollten wir in Form eines großen Sportdays für jede Schule machen.
Es ist ein krasses Gefühl, zu wissen, diese Kinder in einiger Zeit "zurück" zu lassen. Man hatte so viel das Jahr über investiert und Zeit mit ihnen verbracht, dass es sich bei einigen angefühlt hat als seien sie ein Teil deiner Familie.
Am Mittwoch hatten wir also unseren Sportsday an der Nobutho und am Folgetag an der Berlin Primary School. Es war ein RIIIEEESEN Organisationsaufwand, weil wir den Sportsday mit der Nkosinathi- Schule verbunden haben. Deswegen machten sich Chris und Katha morgens schon früh auf dem Weg ihre Kinder abzuholen und alle zur Berlin Primary School zu bringen.
Mit Hilfe unserer Grade 7 und eine paar Lehrern klappte den Tag dann auch alles wie am Schnürchen.
Die erste Hüpfburg in Berlin, sowie die improvisierte "Kammer des Schreckens" waren die Highlights.( Zur Erklärung: Die Kammer des Schreckens war ein mit Plastikbeuteln abgedunkelter Raum mit einem Parcour aus Tischen und Stühlen. Die Kinder mussten nur den Knicklichtern auf dem Boden folgen. Warum Kammer des Schreckens??! Christoph, Timo und ich saßen in dem Raum mit Masken und haben es uns zum Spaß gemacht die Kinder zu erschrecken was auch erstaunlich gut geklappt hat. Also wir hatten ebenfalls unseren Spaß :-) )

An den weiteren Stationen waren die Kinder mit Sackhüpfen, Dosenwerfen, Fühlboxen, Gesichtsbemahlung oder zur Pause dann mit essen beschäftigt ( welches wir alles von unserem örtlichen Supermarkt gesponsert gekriegt haben).


Nach zwei erfolgreichen Sportdays kam dann das Highlight der Woche. Die erste Kinderdisco, die es jemals in Berlin gab. Unsere "SCHOOLS OUT PARTY". Wir haben uns dafür die Stadthalle Berlins und einen DJ gemietet. Flyer wurden an sämtlichen Schulen, Supermarkt, im Township und Kirchen verteilt.
Es war einfach der absolute Hammer die Kinder beim Tanzen zu beobachten und sich noch ein, zwei Schritte abzuschauen.
Alles in allem eine erfolgreiche Woche!

Hiermit will ich auch meinen Blog offiziell abschließen und kann nur sagen, dass dieses Land mit seinen Menschen ewig ein Platz in meinem Herzen hat.
Enkosi Kakulu Mzansi!!!







Dienstag, 23. Juni 2015

Erstes Basketball Match!

Samstag haben Katharina und ich Unmögliches möglich gemacht. Zumindest kam uns das so vor, denn als wir letztes Jahr angefangen haben, in Berlin ein Basketballteam aufzubauen, hätten wir uns nie träumen lassen, eines Tages gegen eine andere Mannschaft zu spielen - vor allem, weil wir bei häufigen Nachfragen in der Gegend nie von einem Schulteam gehört haben. 
Dank Lars hatten wir aber irgendwann die Telefonnummer eines Basketball Coaches und Samstag war es soweit. Mit sechs Mädchen und sieben Jungs im gemieteten Taxi haben wir uns auf den Weg nach Mdantsane gemacht und alle waren sehr aufgeregt: deren erstes Spiel als BasketballerInnen und unser erstes Spiel als Coaches. 
Es hat sich herausgestellt, dass unsere Gegner die Champions des Eastern Capes sind und deshalb war es keine Überraschung, dass wir haushoch verloren haben. Aber darum ging es uns gar nicht: Wir waren so stolz zu sehen, wie sie sich entwickelt haben, wie sie ein Team geworden sind. 
Der Verantwortliche für Basketball im Eastern Capes hat uns am Ende des Tages noch so rührende Worte gewidmet, die uns gezeigt haben, wie viel wir geschafft haben. Er hat uns versichert, dass der Kontakt, den wir hergestellt haben, bestehen bleibt und unseren SpielerInnen sogar Hoffnung gemacht, dass sie durch ihn und seine Mannschaften evtl. einmal höher spielen könnten.
Als Dank haben wir ihnen einen unserer Basketbälle geschenkt, worüber sie sich sehr gefreut haben. Es war so schön, zu sehen, dass diese Kinder und Trainer unsere Leidenschaft für Basketball teilen und pausenlos auf diesem Platz spielen, der nicht einmal asphaltiert ist - auf halbkaputte Körbe. 



Freitag, 1. Mai 2015

Handball Tournament Port Elizabeth

Am Wochenende vom 17. bis zum 19. April hatten wir die Möglichkeit 10 Kinder aus Berlin zum Handball Turnier nach Port Elizabeth zu nehmen.
Christoph und ich waren die ernannten Coaches für dieses Projekt. Im Vornherein gab es allerdings eine Menge zu organisieren. Wir hatten als WG die Idee alle Schule gleichermaßen in das Handballteam zu involvieren. Deshalb organisierten Chris und ich ein Handball "Tryout", wo wir aus erstaunlichen 40 freiwilligen Kindern 8 aussuchen mussten. Es war unfassbar schwierig, weil natürlich jedes Kind einmal die größte Stadt des Eastern Capes sehen wollte. Die meisten von ihnen waren noch nie soweit von Zuhause entfernt. Beim Auswählen haben wir wert auf Sportlichkeit, soziale Kompetenz und Teamfähigkeit gelegt.

Als wir dann die 8 Auserwählten hatten konnte es so richtig losgehen. 4 Kinder von der Berlin Primary School (meine Schule), 4 Kinder von der Nkosinathi Primary School und 2 von der Nobuto Combined School.


Da Christoph und ich dies sehr ernst nahmen, wurde natürlich erstmal über einen Team Namen philosophiert, der dann mit "Berlin Dynamite" auch gefunden wurde. Der Name war dahingehend wichtig, weil wir als Überraschung T-Shirts gekauft hatten, welche wir an einem Nachmittag mit den Kindern vor dem Turnier gemalt hatten.


Dann ging es Freitag auch schon los. Mit 6 Jungen und 4 Mädchen im Durchschnittsalter von 12 Jahren.
Am Anfang war die Gruppe sehr in ihre Schulen gesplittet, da sich die Kinder noch nicht kannten.
Ich will jetzt auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es war ein unvergessliches Wochenende.
Unsere Bilanz lag am Ende bei zwei Siegen und einer Niederlage. Das war aber Nebensache, weil das schönste an diesem Wochenende war, zu sehen wie diese 10 Kinder und wir beiden als Team zusammengewachsen waren. Viele von ihnen haben noch nie in einer Jugendherberge geschlafen oder so viele Aktivitäten an diesen Tagen gemacht. Vielen Dank an der Stelle nochmal an Conti, die dieses Turnier so stark subventioniert haben.

Die Zeit in PE verging selbst für mich und Chris wie im Flug. Es war echt schön mit den Kindern auch mal so viel Zeit Privat zu verbringen und mal auf der Seite des Lehrers auf einer Klassenfahrt zu sein ;) . Am Sonntag haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Das Bild im Bus, den Chris und ich für die 3 Tage gemietet haben, hatte sich so stark geändert. Es wurden viele neue Freundschaften geschlossen und andere Freundschaften, die durch dieses Wochenende noch viel intensiver wurden.
Andauernd haben wir bitten gehört ob wir nicht doch in PE bleiben könnten.
Wir als "Trainerteam" haben Berlin Dynamite aber noch nicht aufgegeben. Uns hat die Gruppe und der Ausflug riesen Spaß gemacht, sodass wir ein Spiel gegen die schon einmal besiegte AW Barnes Schule aus East London planen. =)

-Siya 'Tshisa-







Donnerstag, 5. März 2015

Der große Tag!!!

Am Samstag war es soweit, der große Ausflug stand an. Lange haben Chris und ich uns auf diesen Tag vorbereitet. Voller Vorfreude machten Christoph und ich uns schon früh am Morgen auf den Weg zum Supermarkt, um Lunchpakete für den Tag zusammenzustellen.




Schon eine halbe Stunde vor Abfahrt, gingen die ersten Anrufe von aufgeregten Kindern ein, die bloß nicht vergessen werden wollten. Da wir keinerlei Informationen zum Ausflugsziel preisgaben, war die Stimmung im Auto umso gespannter. Mit sieben Kindern von der Nkosinathi Primary School (Christophs Schule) und zwei Kindern von der Berlin Primary School (meiner Schule) fuhren wir dann letzendlich nach East London.

Erster Höhepunkt des Tages war der Lion Park. Dies ist ein kleines Game Reserve, das Löwen, Tiger, Alpakas, Geparden und Schildkröten beherbergt. Nach einer ausgiebigen Runde durch den Park und über den riesigen Spielplatz, lösten wir ein kleines Gehemnis. Es war nämlich soweit, dass die Kinder den Löwen ein bisschen auf Tuchfühlung gehen sollten. Erleichterung machte sich breit als zwei kleine Löwenbabys im Käfig auftauchten. Mutig stiegen alle ins Gehege, streichelten die kleinen Löwen und ließen sich ein paar mal fotografieren. Zurück beim Auto wurden eifrig die ersten Erfahrungen ausgetauscht und das Buffet eröffnet. Spontan wurde die Anlage des Autos zum DJ Pult umfunktioniert und um das Auto herum ausgelassen getanzt.





Mit vollen Mägen fuhren wir zur nächsten Attraktion. Einige der Kinder rechneten schon mit der Heimfahrt, umso größer war die Überraschung als wir vor dem Extreme Valley hielten. Als die Angestellten uns allen erklärten, was Lasertag eigentlich ist und was man beachten muss, bekamen die Kinder das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass Chris und ich klare Niederlagen einstecken mussten.



Eine bessere Figur gaben wir beim Minigolf ab. Wir stellten fest, dass dies zu großen Teilen unseren Vätern zu verdanken ist, die immer wieder Konzentration bei den Minigolfpartien unserer Kindheit einforderten. Als wir Schläger und Bälle wieder abgeben wollten, wurde uns zu unserem Erstaunen eine Milchshake-Runde serviert, die uns einer der Gäste des Extreme Valley spendiert hatte.



Da unsere Mägen schon wieder anfingen zu knurren, war der nächste Halt das Restaurant zur goldenen Möwe. Da es den ganzen Tag schon sehr warm war, wollten wir den Kindern noch eine kleine Abkühlung ermöglichen und hielten spontan beim Bonza Bay Beach. Als die Kinder das Meer mit dem Strand schon von weitem sehen konnten ging das geschreie im Auto schon los. Natürlich waren unsere Versuche die Kinder davon abzuhalten sich komplett nass zu machen zwecklos. Schon nach einigen Sekunden lagen die ersten Kinder im Wasser und auch wir blieben nicht lange verschont. Die riesen Freude war damit zu begründen das einige von den Kindern noch nie das Meer gesehen haben.








Klitschnass ging es zurück ins Auto. Zufrieden schauten Chris und ich in neun völlig erschöpfte Gesichter. Einige der Augen fielen dann auf der Heimfahrt endgültig zu.

 Ich kann aber auf jeden Falll sagen, dass auch mir und Chris dieser Tag nie in Vergessenheit geraten wird. Vielen Dank an der Stelle auch nochmal an meine Spender ohne diese dieser Trip nicht möglich gewesen wäre! Die Kinder haben super gehört und es war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein super Trip!!! Ein absolutes Highlight des Jahres =)

Sonntag, 1. März 2015

Bilder sagen mehr als Worte

Time keeping at Province Athletics

Athletics Celebration

Basketball Practice
Berlin Primary Crew


Time for a Smile =)

Sleepover Berlin Primary

Sonntag, 22. Februar 2015

Neujahr und MangoPong

Hallo Leute!
Nachdem wir während unseres großen Roadtrips bis nach Kapstadt und zurück gefahren sind, ging es vor 3 Wochen wieder an die Arbeit in der Berlin Primary School.
Da hier in Südafrika im Gegensatz zu Deutschland die großen Sommerferien waren, war es für mich erstmal ungewohnt alle Kinder in einer jeweils höheren Klasse wieder zu sehen. Ein Highlight der ersten Tage war es außerdem die neuen Erstklässler zu sehen, die wieder unbeschreiblich süß und anhänglich sind.

Dass wir von unserem Roadtrip wiedergekommen sind, haben auch die Kinder, die immerzu nachmittags an unserem Haus spielen, bemerkt und haben sich wieder regelmäßig Bälle ausgeliehen.
Eines Nachmittags hatten Timo und ich die Idee mit jenen Kindern Mango-Pong zu spielen, ein abgewandeltes Spiel, das dem ein oder anderem sicherlich unter einem anderen Namen bekannt ist.
Das Spiel ist ebenso simpel wie genial: Es gibt 2 Teams, die sich an den Enden eines Tisches gegenüberstehen und mit einem Tischtennisball versuchen in die mit Flüssigkeit befüllten Becher des Gegners zu treffen. Geschieht dies, muss der Gegner die Flüssigkeit, in diesem Fall Mangosaft, austrinken. Wer zuerst alle Becher des gegnerischen Teams getroffen hat gewinnt.
Unsere Saft und Cola Vorräte haben für 2 Runden gereicht, in denen einmal Timo, Shorty und ich gewonnen  und einmal die Kinder gegen uns gewonnen haben, ein Ergebnis bei dem sich alle gefreut haben.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Basketball & Leichtathletik

Molweni,
hoffe euch geht es Bestens! Hier läuft immer noch alles wunderbar. =)

DAS PROJEKT AM DIENSTAG & DONNERSTAG!!! <3
 Ich habe seit einiger Zeit 2 neue Projekte angefangen. Eines davon ist das Basketball Projekt, welches ich mit Katha zusammen mache. Genau dieser geile Sport auf 2 Körbe. Und es läuft! Mittlerweile haben wir einen Stamm von ca. 12 Kindern die regelmäßig zum Training kommen. Katha und ich sind echt unfassbar stolz auf dieses Projekt. Basketball ist echt eine Sportart die es in Südafrika kaum gibt. Gerade dann hat es uns so überrascht, dass die Kinder im Alter zwischen 12-15 so einen Spaß daran haben. Das war auch ein Grund das Training auf 2 mal in der Woche auszuweiten. Die Kinder würdigen es einfach wenn jemand seine Zeit mit ihnen verbringt, um mit ihm Sport zu treiben. Und man sieht echt Fortschritte. Vom Werfen bis zum Dribbling. Auch die Chemie unter den Kindern ist sehr gut. Leider gibt es im Umkreis kein Basketball Team mit dem ein mögliches Freundschaftsspiel möglich wäre. Aber trotzdem haben Katha und ich noch einiges mit den Kids vor :)!!
















Und das zweite Projekt ist das Leichtathletik Projekt von der Berlin Primary School. Zusammen mit Mr. Nombewu (einem Lehrer) und Timo tranieren wir 3 mal die Woche unsere Leichtathleten. Hochsprung, Sprint, Ausdauer, Kugelstoßen, Weitsprung und Hürden gehören zu den Disziplinen. Um uns dann mit den Schulen aus dem ca. 40 Kilometer entfernten East London zu messen, fahren wir zu Wettkämpfen in das Jan Smuts Stadion, welches auch in EL liegt. Eine unserer Schützlinge (Yolanda) hatte es letztes Jahr sogar nach Kapstadt zu den Nationalen Wettkämpfen im Hürdenlauf geschafft. Da unsere Kinder leider kein Geld für Spikes haben, wollen Timo und ich uns darum kümmern sie damit auszustatten, weil es echt schade wäre aufgrund von solchen Vorteilen gegen andere Läufer zu verlieren.